Sportverein Ebersbach 1910 e. V.

svebuchSV Ebersbach - TSV Buch 1:3 (1:1)

Lange Gesichter bei Fußball-Landesligist SV Ebersbach nach der 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den TSV Buch. Mit dem dritten sieglosen Spiel in Folge rücken die Meisterschaftsambitionen der Gastgeber erst einmal in den Hintergrund. Bei der verdienten Pleite gegen den TSV Buch präsentierte sich die Mannschaft von Dinko Radojevic nicht wie ein Aufstiegskandidat. „Mich hat am meisten aufgeregt, dass bei uns die körperliche Präsenz gefehlt hat“, schimpfte der Trainer, „man kann gegen einen tiefstehenden Gegner nicht alles spielerisch lösen, dann muss man eben ackern, aber wir haben nicht in den Kampfmodus umgeschaltet“. Deshalb konnte das Spiel zu Gunsten der Gäste kippen, die in der 74. Minuteeine Überzahlsituation zum 1:2 durch Timo Leitner gut ausspielten. Franco Petruso hatte vor dem letztlich entscheidenden Konter im Mittelfeld den Ball verloren. In der Nachspielzeit setzte Manuel Schrapp gegen aufgerückte Ebersbacher das 1:3 noch oben drauf.Zunächst lag der SV Ebersbach früh im Rückstand. Bei einem Standard präsentierte sich die Defensive schläfrig, Fabian Zeh erzielte aus dem Rückraum das 0:1 (5.). Die Ebersbacher antworteten jedoch sofort. Jannik Froschauer, gestern noch einer der Fleißigsten beim SV Ebersbach, flankte auf Dominik Mader, der im Fünfmeterraum direkt vollendete (9.). Danach hatten die Hausherren ihre beste Phase. Sechs Minuten nach dem Ausgleich initiierte Petruso einen der seltenen gelungenen Angriffe, Dominik Breit legte von der rechten Seite zurück, doch Petrusos Abschluss ging aus zentraler Position am Tor vorbei. Der SV Ebersbach hatte nun viel Ballbesitz, Buch zog sich zurück und lauerte. „Wir hatten einige Situationen im Strafraum, da muss einfach mehr passieren“, ärgerte sich der frühere Mittelfeldspieler Radojevic. Bei einem Grahic-Kopfball am kurzen Pfosten reagierte Gästekeeper Benjamin Maier stark (29.). Der TSV Buch meldete sich erst Ende des ersten Durchgangs mit einem Fernschuss von Zeh wieder zurück, den Malte Quiceno-Mainka im Ebersbacher Tor zur Ecke lenkte. Zur zweiten Halbzeit ließ sich Dominik Mader aus dem Angriff ins Mittelfeld zurückfallen und versuchte dem Ebersbacher Spiel mehr Struktur zu verleihen. Trotzdem sprangen nur wenige Chancen heraus. Beim Querpass von Chris Baumgartner war in der Mitte kein Abnehmer (69.). Kurz darauf strich Baumgartners Schuss aus der zweiten Reihe am Tor vorbei. Nach dem 1:2 ging selbst mit der Brechstange nichts mehr. Weil auch die Konkurrenz instabil ist, darf der SV Ebersbach vor dem Duell mit der TSV Oberensingen am Freitag weiter oben mitmischen. „Das Ergebnis heute müssen wir erstmal verdauen, aber ab Dienstag geht der Blick auf Oberensingen. Wir müssen so schnell wie möglich zu dem zurückfinden, was uns in den ersten Spielen stark gemacht hat“, forderte Radojevic.

SV Ebersbach: Quiceno-Mainka – Breit (46. Ujupaj), Grünenwald, Grahic, Kanarya (83. Lissner), Uluköyli, Baumgartner, Maglio, Froschauer, Petruso (77. Ohran), Mader.

Autor: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

tsvnusveTSV Neu-Ulm - SV Ebersbach 2:1 (0:1)

Durch einen kollektiven Blackout ließ sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach bei der 2:1 Niederlage beim TSV Neu-Ulm innerhalb von nur sechzig Sekunden drei sicher geglaubte Punkte in der Nachspielzeit aus den Händen reißen. Somit gingen sie das erste mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz.
Stark ersatzgeschwächt ging der Tabellenprimus ins Spiel gegen den TSV Neu-Ulm, denn kurzfristig fielen mit Petruso, Mader und Grünenwald drei wichtige Stammspieler krankheitsbedingt aus. Vor einer spärlichen Zuschauerkulisse bei bestem Fußballwetter begann die Partie schleppend. Nach zehn Spielminuten übernahmen die Gäste das Zepter und hatten in der 14. Minute die erste Torannäherung, als Haris Grahic nach einer Freistoßflanke von Pietro Maglio den Keeper das erste mal testete. Der Gastgeber gab in der 17. Minute ihre erste Visitenkarte ab und das hatte es gleich in sich, denn nach einem schnell ausgeführten Freistoß war die Ebersbacher Hintermannschaft unsortiert, so dass Beer in Ruhe Maß nehmen konnte und das Spielgerät aus 17 Metern ans Aluminium nagelte. Nun war mehr Leben in der Partie und in der 20. Minute waren wieder die Gäste an der Reihe, als Yücel Uluköyli nicht angegriffen wurde, doch sein 15 Meter Schuß rollte einen halben Meter am Tor vorbei. In der 25. Minute ging der Spitzenreiter in Führung, als nach einer schönen Kombination Yücel Uluköyli zum Abschluß kam, den Keeper Anders noch abwehren konnte, aber nur vor die Füße von Sturmführer Jannik Froschauer der zur 1:0 Führung abstaubte. Der Gastgeber präsentierte sich besser als es sein Tabellenstand verriet, biss sich aber an der gut gestaffelten Ebersbacher Defensive die Zähne aus. Die Gäste blieben stets gefährlich und hatten in der 45. Minute die Möglichkeit zu erhöhen, aber der Kopfball vom schon früh eingewechselten Simon Prinz nach einem Eckball von Maglio strich um Haaresbreite am Gehäuse vorbei.
Beide Mannschaften kamen schwungvoll aus der Kabine, dabei hatte der Gastgeber in der 52. Minute die erste Torchance im zweiten Durchgang, als Germann einen 20 Meter Schuß einen Meter neben den Kasten setzte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später ergab sich für die Neu-Ulmer die nächste Möglichkeit durch Beer, der aber zum Glück für die Gäste die Kugel in aussichtsreicher Position über den Balken säbelte. Die Gäste luden den Gastgeber immer wieder durch ihre unnötigen Ballverluste ein, wie in der 59. Minute als Fidan nach einem Stockfehler frei zum Schuß am, aber das Ziel um wenige Zentimeter verfehlte. Ein sehr übles Foul an Can Kanarya nach knapp einer Stunde Spielzeit , für das Casullo nur die Gelbe Karte sah, war der Weckruf für den SVE. Für Kanarya war das Spiel damit beendet, den er musste humpelnd das Feld verlassen. Doch es dauerte bis zur 75. Minute ehe die Gäste das Tor des Gastgebers das erste mal in Halbzeit zwei bedrohte, doch Pietro Maglio setzte den Schuß zu hoch an, so dass das Leder zwei Meter über den Balken flog. Nach einem ungestühmen herauslaufen von Torwart Anders, wobei er Florian Ujupaj knapp außerhalb des Straufraums brutal über den Haufen rannte, sah Anders folgerichtig die Rote Karte (82.). Den fälligen Freistoß zirkelte Maglio am Tor des von nun an eines Feldspielers gehüteten Tor vorbei. Die Schlußphase war von Hektik und Diskussionen geprägt, wobei sich der in Überzahl spielende Primus anstecken ließ und völlig den Faden verlor anstatt cool zu bleiben und das Ergebnis auszubauen oder zu verwalten, Konsequenz daraus waren zwei Gegentore innerhalb kürzester Zeit in der Nachspielzeit. Erst brachte der erst kurz vorher eingewechselte Noel Santini einen Neu-Ulmer im Strafraum zu Fall, was folgerichtig zum Elfmeterpfiff führte. Diesen verwandelte Fidan in der 90.+1 Minute sicher zum 1:1 Ausgleich. Das war schon ein Schlag für den SVE und versetzte sie in eine Schockstarre, aber nur Sekunden später kam es noch schlimmer. Fidan durfte unbedrängt durch die Ebersbacher Hälfte spazieren und versenkte das Spielgerät in Unterzehl sehenswert zum 2:1 im Kasten des Gästetors (90.+2). Das war der Schlusspunkt, denn die Gäste konnten nicht mehr zum Gegenschlag ausholen. Somit feierten die Gäste einen aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten SIeg gegen fassungslose Ebersbacher.
So spielten sie:
Ebersbach: Quiceno-Mainka - Kanarya (66. Ujupaj), Baumgartner, Grahic, Breit - Maglio, Yilmaz (58. Ohran) - Schmidt (33. Prinz), Lissner (86. Santini), Uluköyli - Froschauer

Foto: Jana Härtel

svetsvwSV Ebersbach - TSV Weilimdorf 2:2 (2:2)

 

Durch das 2:2 gegen starke Weilimdorfer büste Fußball-Landesligist SV Ebersbach das erste mal in einem Heimspiel Punkte ein. Dadurch ist der Vorsprung auf den Zweitplazierten Türkspor Neu-Ulm auf einen Punkt zusammengeschmolzen.
Die Gäste fanden schneller ihren Rythmus als der Gastgeber und hatte in der 7. Minute die erste Torchance im Spiel, als Genc völlig freistehend zum Kopfball kam, doch er setzte das Leder knapp über den Balken. Der Spitzenreiter begann fahrig und mit vielen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung. In der 21. Minute hatten die Gäste die Riesenmöglichkeit zur Führung, doch Woldezion brachte das Kunststück fertig die Kugel aus drei Metern ans Außennetz zu schießen. Sekunden später musste sich Torwart Malte Quiceno Mainka mächtig strecken um das Geschoß von Genc abzuwehren. Zwei Minuten spätert war er dann doch geschlagen, als es diesmal Woldezion besser machte und zur verdienten 1:0 Führung traf. Die Gäste, beflügelt von drei Siegen in Serie. waren weiter präsenter und galliger und kauften somit dem SVE den Schneid ab. So dauerte es bis zur 31. Minute ehe der Gastgeber das Tor der Gäste das erste mal bedrohte, doch der 16 Meter Schuß von Franco Petruso verfehlte knapp das Ziel. Der Torschütze zum 1:0 hatte in der 33. Minute die nächste gute Gelegenheit, aber zum Glück des Gastgebers kam aus einer aussichtsreichen Position nur ein Kullerball raus, den Quiceno Mainka vor keine Probleme stellte. Aus wolkenverhangenen Himmel konnte der Gastgeber in der 38. Minute ausgleichen, nachdem die Gäste vorher den Gastgeber von einer in die andere Verlegenheit gebracht hatte. Can Yilmaz zirkelte das Spielgerät wunderschön aus 17 Metern zum 1:1 Ausgleich in den Torknick. Franco Petruso stellte den Spielverlauf in der 43. Minute völlig auf den Kopf, als er mit seinem 20 Meter Schuß zur schmeichelhaften 2:1 Führung traf. In der vierten Minute der Nachspielzeit, nachdem der unsichere Unparteiische Sebastian Schühl zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, köpfte der Kapitän Cömert eine Freistoßflanke zum 2:2 Ausgleich in die Maschen und deckte wieder die Standardschwächen des Gastgebers in der Defensive auf.
Der Gastgeber kam diesmal besser aus der Kabine und hatte in der 52. Minute eine Möglichkeit durch Dominik Mader nach schöner Vorarbeit von Jannik Froschauer, doch er legte sich den Ball ein Tick zu weit vor, so dass er am herausgeilten Torwart Grahic scheiterte. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Nach einer Stunde Spielzeit bediente Mujcic mit einem herrlichen Gassenball Hasanaj , doch der verfehlte allein vor dem Keeper um wenige Zentimeter das Ziel. Ein Konter in der 76. Minute leitete die nächste gute Torchance ein die Mujcic vergab, Der Gastgeber läutete in der Schlussphase zur Attacke und hatte in der ersten Minute der Nachspielzeit in Person von Franco Petruso die Siegchance als er allein auf den Keeper zusteuerte, doch unter Bedrängung eines Abwehrspielers scheiterte er mit seinem Schuß am Torwart. Diesmal gelang dem SVE nicht der Lucky Punch wie vergangenen Wochenende in Stammheim. Die drei Punkte für den SVE wären des Guten zuviel gewesen gegen eine starke Mannschaft aus Weilimdorf.
So spielten sie:
Quiceno Mainka - Kanarya, Grünenwald, Maglio, Breit - Yilmaz (75. Lissner), Mader - Schmidt 83. Prinz), Petruso, Uluköyli (75. Ujupaj) - Froschauer (72. Orhan)
Schiedsrichter: Sebastian Schühl
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Woldezion (23.), 1:1 Yilmaz (38.), 2:1 Petruso (43.), 2:2 Cömert (45.+4)

 

Foto: Jana Härtel

armin ohranDer SV Ebersbach hat sich für die kommenden drei Monaten die Dienste von Armin Ohran gesichert. Der 30 - jährige Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison als Co - Trainer beim Oberligisten Stuttgarter Kickers aktiv.

Der Reichenbacher begann seine Fußballerlaufbahn bei den Bambinis des VfB Reichenbach. Armins Talent blieb nicht lange unentdeckt und so wechselte der heutige Berufsschullehrer von seinem Heimatverein zum VfL Kirchheim. Beim VfL durchlief unser Neuzugang einige Jugendmannschaften und wurde bereits im letzten A - Juniorenjahr in den Oberligakader der 1. Mannschaft hochgezogen.
Nach dem der VfL Kirchheim seine 1. Mannschaft zur Saison 2010/11 abmeldete, wechselte Armin zum damaligen Verbandsligisten 1. FC Frickenhausen. Nach einer Saison in Frickenhausen zog es Ohran im Sommer 2011 weiter zum SV 98 Schwetzingen. Für die Schwetzinger war der langjährige wfv - Auswahlspieler zwei Jahre in der Verbandsliga Baden aktiv. Anschließend entschied sich Armin zur Saison 2013/14 für einen Wechsel zum 1. FC Heiningen. Als Spieler und Kapitän schaffte es der gebürtige Esslinger im Frühjahr 2015 mit den Heiningern in die Verbandsliga Württemberg aufzusteigen. Nach dem Verbandsliga - Abstieg in der darauffolgenden Saison musste Armin mit anhaltenden Rückenproblemen seine Kickerlaufbahn vorzeitig beenden. Zur Saison 2016/17 stieg Armin in das Trainergeschäft ein und übernahm die Reserve des 1. FC Heiningen, bevor er ein Jahr später als Trainer zum TSV Wernau wechselte. Im Sommer 2018 folgte dann der Wechsel zu den Stuttgarter Kickers. Bei den Kickers traf er auf seinen ehemaligen Trainer Tobias Flitsch, der ihn in zu sich in das Trainerteam holte. Nachdem verpassten Regionalliga - Aufstieg im vergangen Juni endete sein Engagement bei den Kickers.

In den vergangenen Wochen trainierte Armin bereits schon regelmäßig bei der Radojevic - Elf mit und hinterließ bei den Verantwortlichen sofort einen guten Eindruck. Armins Engagement gilt vorerst bis zur Winterpause, da sich unser Neuzugang offen hält im Winter wieder ein Traineramt anzunehmen.

„Mit Armin bekommen wir kurzfristig einen absoluten Topspieler hinzu, uns mit seiner Qualität und Erfahrung sofort verstärken wird. Da ihm sein Rücken auch keine Probleme mehr bereitet, stand diesem Transfer nichts mehr im Wege. Deshalb bin ich sehr froh , dass es mit einem Wechsel so schnell klappt hat," freut sich Trainer Radojevic über Ohrans Verpflichtung.

Herzlich willkommen im Strutstadion, Armin!