Sportverein Ebersbach 1910 e. V.

svetsvkSV Ebersbach - TSV Köngen 2:0 (1:0)

Krankheits- und verletzungsbedingt ging Fußball-Landesligist SV Ebersbach mit dem letzten Aufgebot in das Heimspiel gegen den TSV Köngen. Die Gäste begannen forsch und versteckten sich keinesfalls, was in zwei guten Ansätzen in den ersten Minuten zu sehen war.

 Die neu zusammengewürfelte Heimmannschaft benötigte zehn Minuten, um ins Spiel zu kommen. Dann flankte Dominik Mader in den gegnerischen Strafraum, aber seine Hereingabe konnte der Keeper der Köngener abfangen. Die Gäste waren hochmotiviert und engagiert und hatten in der 16. Minute eine Kopfballchance durch Dennis Essert, der Ball flog aber um einen Meter am Tor vorbei. Eine Standardsituation in der 24. Minute musste als erste klare Torchance für den Gastgeber herhalten, doch Can Yilmaz verfehlte mit seinem 20-Meter-Freistoß um wenige Zentimeter das Gehäuse. In der 28. Minute hatte Caglar Celiktas den Führungstreffer auf dem Stiefel, doch in aussichtsreicher Position rollte das Leder am langen Eck vorbei.  Der Gastgeber hatte nun das Spiel im Griff, was folgerichtig zum Führungstreffer in der 33. Minute führte. Nach einem Eckball stand der starke Chris Baumgartner goldrichtig und wuchtete das Spielgerät mit dem Kopf zur 1:0-Führung ins Netz. Nach einem schönen Pass startete Dominik Mader von der Mittellinie allein auf den Torwart zu, doch dieser konnte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand bewahren (40.).

Die Gäste kamen druckvoll aus der Kabine, doch der SVE zog ihnen schnell den Zahn, denn der Gastgeber nutzte gleich die erste Torchance. Nach einer unübersichtlichen Szene schaltete Mader am schnellsten und überlupfte den Torwart aus 16 Metern zur 2:0-Führung. Nach einem herrlichen Gassenball auf Can Yilmaz ebnete Mader diesem die große Möglichkeit, die Partie frühzeitig zu entscheiden, doch allein vor dem Torwart zog er mit seinem Abschluss den kürzeren (67.). Der Gastgeber blieb weiter am Drücker gegen harmlose Gäste und hatte in der 69. Minute die Riesenmöglichkeit durch Mader, der völlig freistehend eine schön getimte Flanke von Yücel Uluköyli hauchdünn am Tor vorbeiköpfte. Den nächsten Hochkaräter hatte der eingewechselte Daniel Schmidt in der 74. Minute, der schön von Celiktas freigespielt wurde, doch auch er scheiterte am reaktionsschnellen Gästekeeper Felix Rühs. Dem Gastgeber taten sich immer mehr Räume auf, wie in der 79. Minute, als Mader wieder Schmidt einsetzte, doch wieder war beim Köngener Torwart Endstation. Die dritte Chance hintereinander hatte Schmidt in der 84. Minute, doch auch diesmal stand Torwart Rühs im Weg, der auch diesmal parierte.

Durch diesen zu niedrig ausgefallenen Sieg überwintert der SV Ebersbach auf dem fünften Tabellenplatz in der Landesliga, mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Überraschungstabellenführer TSV Neu-Ulm.

SV Ebersbach: Schurr - Breit, Grahic, Maglio, Magno (84. Waggershauser),Celiktas (90. Bauer),Ohran (60. Schmidt), Mader, Baumgartner, Uluköylü, Yilmaz

Foto: Jana Härtel

svescgSV Ebersbach - SC Geislingen 1:3 (0:2)

Ein echtes Fußballderby war das 1:3 des SV Ebersbach gegen den SC Geislingen erst in der zweiten Halbzeit.

 

In Durchgang eins nahmen die Gastgeber vor 200 Zuschauern kaum am Spiel teil. Nicola Orlando brachte den SC gegen lustlose Ebersbacher früh in Führung (5.). Sein schöner Treffer wurde von Teamkollege Jozef Kqiraj in der 18. Minute noch überboten. An alter Wirkungsstätte jagte Kqiraj einen Freistoß aus 25 Metern mit links in den Winkel und baute den Geislinger Vorsprung aus.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde musste Ebersbachs Kapitän Lars Grünenwald mit Gelb-Rot vom Platz. Eine vertretbare, aber harte Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Klingler, der im weiteren Verlauf einer nicht überharten Partie noch weitere elf Verwarnungen verteilte. „Wir kriegen zwei Wahnsinns-Tore und der Schiedsrichter hatte keine klare Linie, aber das war heute nicht entscheidend, sondern wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgetreten ist. Das war unverschämt“, sagte Dinko Radojevic, „in der zweiten Halbzeit kann ich keinen Vorwurf machen.“ Warum sein Team, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, im ersten Abschnitt die Laufbereitschaft vermissen ließ, konnte sich der Ebersbacher Trainer direkt nach Spielende auch nicht erklären. Der Sportclub Geislingen nutzte dies mit einer guten Vorstellung zu drei Punkten, „die den Jungs nach den schwierigen Wochen gut tun“, freute sich Daniel Avgustinovic. „Der Platzverweis hat uns aber nicht in die Karten gespielt. Wie das so oft ist, macht die Mannschaft in Unterzahl dann mehr. Ebersbach hat nur noch mit langen Bällen agiert, darauf mussten wir uns erst einstellen“, analysierte der SC-Coach. Bei den Gastgebern brachten die eingewechselten Pietro Maglio, Florian Ujupaj und Can Kanarya, Torschütze zum Anschlusstreffer nach einem Standard (69.), mehr Schwung. „Vor dem Seitenwechsel haben wir schon das 3:0 liegen lassen“, sagte Avgustinovic.

In der zweiten Halbzeit war die Landesliga-Partie dann umkämpft, spielerisch ging auf beiden Seiten allerdings nicht viel. Nach ausgeglichenem Chancenverhältnis erlöste Orlando in der Nachspielzeit die SC-Fans mit dem 1:3 nach Vorarbeit von Pascal Volk. „Jetzt haben wir noch ein Spiel, dann freuen wir uns mit unseren vielen Verletzten auf die Winterpause“, atmete Avgustinovic durch. Der SV Ebersbach muss sich nach diesem Spiel hingegen erneut fragen, ob alle Beteiligten das ausgegebene Saisonziel Aufstieg verstanden haben.

SV Ebersbach: Schurr - Breit, Grahic, Petruso, Celiktas (76. Ohran),Schmidt (59. Ujupaj), Mader (46. Maglio), Baumgartner, Uluköylü (56. Kanarya), Grünenwald, Yilmaz

Auto: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

tsvbsveTSV Bad Boll - SV Ebersbach 1:1 (0:0)

Die 150 Zuschauer des Landesliga-Derbys TSV Bad Boll gegen den SV Ebersbach erlebten am Sonntag ein kurioses Spiel.

Die Hausherren aus Bad Boll erwischten den besseren Start und hatten in der ersten Viertelstunde durch H. Aust zwei gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Danach kam der SVE besser ins Spiel, es fehlte jedoch an klaren Chancen. Ab Mitte der ersten Halbzeit übernahmen die Gäste aus Ebersbach völlig das Kommando und schnürten die Boller in deren eigenen Hälfte ein. In der 39. Spielminute traf Caglar Celiktas nur den Bad Boller Pfosten. Nur eine Minute später folgte die nächste gute Gelegenheit für den SVE: Yücel Uluköylü bediente mit einer flachen Flanke von der rechten Angriffsseite Dominik Mader, der den Ball aus fünf Meter um Zentimeter neben das Bad Boller Tor setzte. In der 44. Minute zappelte dann der Ball im Boller Gehäuse. Dominik Mader drückte den Ball aus einem Meter und vermeintlichen Abseitsposition zum 0:1 über die Torlinie. Was folgte, waren wütende Proteste der Gastgeber sowie Rudelbildungen auf Höhe des Linienrichters, der diese vermeintliche Abseitsposition nicht angezeigt hatte. In diesem Tumult sag Bad Bolls Torhüter Felix Lache wegen Reklamierens folgerichtig Gelb. Nur eine Minute später, bereits nach dem Halbzeitpfiffs sah Lache aus dem selben Grund den nächsten gelben Karton und musste raus. Bad Bolls Trainer Doll wechselte den zweiten Keeper Lang ein und holte dafür Ammon vom Feld.

Die Gäste aus Ebersbach erspielten sich in der zweiten Halbzeit durch die Überzahl eine Vielzahl an Chancen heraus, der Ball wollte aber nicht ins Boller Tor. In der 73. Spielminute verhinderte Torhüter Lang mit einer Glanzparade aus kurzer Distanz den zweiten Ebersbacher Treffer, Celiktas war nach einem Konter alleine aus halbrechter Position im Boller Strafraum aufgetaucht. In der 80. Minute hatte H. Aust aus 18 Metern die erste Boller Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an SVE - Torhüter Timo Schurr, die seine Fingerspitzen an den Ball brachte. Nur fünf Minuten später zeichnete sich Lang erneut gegen Celiktas aus. Auf Boller Seite krachte in der 87. Minute ein Volley-Schuss des eingewechselten Moritz Müller an den Ebersbacher Pfosten.

In der 94. Spielminute waren alle Boller Spieler beim letzten Eckball von H. Aust im Ebersbacher Strafraum. Die Gäste brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der mit aufgerückte Boller Keeper Lang erzielte per Seitfallzieher den späten Ausgleich. Allerdings war auch dieser Treffer sehr umstritten, denn den Eckball hätte es nicht geben dürfen, da zuvor Torhüter Schurr im Fünf-Meter Raum gefoult wurde.

TSV Bad Boll: Lache - Nicastro, Kivotidis, Ammon (46.Lang), Topolovec, Feldmeier, (75.M.Aust), H.Aust, Persch, Ungereanu (62. Müller), S.Aust, Hartmann (70. Yildirim)

SV Ebersbach: Schurr - Grünenwald, Grahic, Breit, Uluköylü, Baumgartner, Mader, (51.Lissner), Yilmaz (65.Maglio), Petruso, Froschauer, Celiktas

SVETVESV Ebersbach - TV Echterdingen 3:1 (2:1)


Durch den hochverdienten 3:1 Sieg gegen seinen Lieblingsgegner TV Echterdingen konnte sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach auf den Tabellenthron hieven.
Die vielen Gegentore in den letzten Spielen hat Trainer Dinko Radojevic veranlasst sein System umzustellen auf eine Fünferkette, um in der Defensive mehr Stabilität zu haben. Die ersten zehn Minuten waren von gegenseitigem abtasten geprägt, so dass sich das Ganze zäh gestaltete. In der 11. Minute hatte der Gastgeber den Hauch einer Torchance, als Jannik Froschauerauf Franco Petruso zurücklegte, doch dessen 14 Meter Schuß hoppelte ohne Druck hinter den Ball zu bekommen am Tor vorbei. Von da ab war der Gastgeber besser im Spiel und hatte in der 15. Minute eine Großchance durch den aufgerückten Innenverteidiger Haris Grahic, der freistehend den Ball nach einem schönen Pass am Tor vorbei setzte.Eine Minute später durften die Eberbacher Anhänger das erste mal jubeln, als Jannik Froschauer die Kugel Lehrbuchmäßig von der Grundlinie zurücklegte auf Dominik Breit, der aus 8 Metern zum 1:0 traf. Der Gastgeber drückte weiter aufs Tempo und hatte in der 21. Minute die Riesenmöglichkeit zum 2:0 durch Dominik Mader, der das Spielgerät allein vor dem Keeper hauchdünn am Tor vorbei schoß. Wie man es besser macht zeigten die Gäste eine Minute später, denn der erste Torschuß in der 22. Minute landete im Kasten. Tobias Heim kam nach einer Schläfrigkeit des Gastgebers an den Ball und verwandelte zum 1:1 Ausgleich. Die Antwort des Gastgebers ließ nicht lange auf sich warten, denn Dominik Mader machte es in der 24. Minute besser und netzte mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:1 ein. Der SVE blieb weiter Tonangebend und hatte in der 29. Minute den nächsten Hochkaräter durch Jannik Froschauer, der einen Abwehrspieler auf der Torlinie anschoß. Nach dem folgenden Eckball kam Kapitön Pietro Maglio im Strafraum frei zum Schuß und jagte das Leder knapp über den Balken. In der 32. Minute musste Keeper Timo Schurr das erste mal sein Können zeigen, als er einen 20 Meter Schuß von Heim mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Agonis Berisha durfte in der 36. Minute unbedrängt durch die Ebersbacher Hälfte spazieren und wurde dann ungeschickt im Strafraum von den Füßen geholt. Den fälligen Elfmeter von Charalampidis konnte Teufelskerl Timo Schurr in prächtiger Manier abwehren.
Der Gastgeber kam druckvoll aus der Kabine und hatte in der 49. Minute eine große Einschußchance als sich Yücel Uluköyli energisch gegen zwei Gegenspieler am rechten Flügel durchsetzen konnte und den Ball auf Dominik Mader flankte, doch dieser scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart.Durch ein schnelles Umschaltspiel über Dominik Breit spielte dieser den in Position gelaufenen Jannik Froschauer an, doch auch er scheiterte am reaktionsschnellen Keeper (52.). Der Chancenwucher setzte sich eine Minute später fort, als nach einem Stockfehler von Stehle Franco Petruso freie Bahn hatte, doch wieder blieb Torwart Kamphues im eins gegen eins Sieger. Chancen im Minutentakt erspielte sich der Gastgeber, denn wieder nur sechzig Sekunden später traf Pietro Maglio nach einem Eckball nur das Aluminium. Dann lag der Ball mal im Tor wie in der 59. Minute, doch da befand sich der vermeidliche Torschütze Mader knapp im Abseits. In der 64. Minute ging es wieder für die Gäste zu schnell als der Gastgeber über Yücel Uluköyli umschaltete und der abgewehrte Ball Franco Petruso 16 Meter vor dem Tor vor die Füße fiel, aber der beste Gästespieler Torwart Kamphues wehrte wieder glänzend ab. Nur eine Minute später belohnte sich der Gastgeber endlich für sein gutes Spiel in Person von Haris Grahic, der das Leder aus kurzer Distanz über die Torlinie stocherte zum überfälligen 3:1. Die Gäste wurden weiter durcheinander gewirbelt wie in der 76. Minute als der eingewechselte Caglar Celiktas durch war und von Zalac als letzter Mann kurz vor dem Strafraum von den Füßen geholt wurde, was folgerichtig zum Platzverweis durch den guten Unparteiischen Manuel Krieger führte. Der Freistoß von Franco Petruso blieb in der Mauer hängen. Der Gastgeber ließ weiter die größten Chancen liegen, als Dominik Mader alle ausgespielt hatte und uneigennützig quer legte auf Caglar Celiktas, der aber anstatt ins leere Tor schießen den Ball annehmen wollte und der Ball zu weit wegsprang in die Hände vom Torwart. Die überforderten Gäste konnten von Glück reden das sie nur mit zwei Toren in Rückstand lagen, denn auch in der 85. Minute zischte das Leder nach Froschauer's 16 Meter Schuß um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Der emsige Froschauer hatte auch in der 88. Minute Pech, als sein Kopfball nach einem Eckball hauchdünn am Tor vorbei flog. In der Nachspielzeit kreuzten die Gäste das erste mal im zweiten Durchgang gefährlich vor dem Tor auf, aber das hatte es in sich, doch Timo Schurr konnte zweimal mit unglaublichen Reflexen den Anschlußtreffer verhindern, beim Lattenschuß wäre er aber machtlos gewesen. Somit blieb es beim hochverdienten Sieg des SVE, der durch die Patzer der zwei vor ihm platzierten Mannschaften profitierte und sich dadurch an die Tabellenspitze spühlte.

So spielten sie:
Schurr - Breit (85. Prinz), Grahic, Maglio, Grünenwald, Uluköyli - Baumgartner, Yilmaz (62. Celiktas) - Petruso (81. Lissner), Mader, Froschauer (90. Magno)
Zuschauer: 120
Schiedsrichter. Manuel Krieger

SVNSVESV Neresheim - SV Ebersbach 3:1
Enttäuschend nach der bitteren 1:3 Niederlage macht sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach auf dem Heimweg von Neresheim.

Neresheim stand über die gesamte Spielzeit sehr tief und versuchte sein Glück über schnelle Konter, meist über ihren kaum zu brennenden Spielführer Dennis Werner.
In der ersten Halbzeit hatte der SVE die Partie jederzeit im Griff und erspielte sich einige glasklare Torchancen, die jedoch allesamt nicht genutzt wurden. Zwischen der 10. und 35. Spielminute hätte die Partie längst zu Gunsten des SVE entschieden sein müssen. Doch egal wie der Ball aufs Tor kam, er wollte einfach nichts ins Tor oder die Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Der Gastgeber konnte sich erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit etwas aus der Umklammerung lösen und kam prompt zu zwei Konterchancen, die jedoch nichts einbrachten.
Nach der Pause schien die gesamte SVE- Mannschaft noch mit den Gedanken in der Kabine zu sein und Neresheim nutzte dies gnadenlos aus. Nach einem unnötigen Freistoß kam der aufgerückte Innenverteidiger Lukina im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball und markierte das 1:0. Nur zwei Minuten später ließ sich der SVE anfängerhaft auskontern und Amir Werner erhöhte auf 2:0. Der SVE antwortete jedoch prompt und der eingewechselte Yücel Uluköylü verkürzte in der 54. Minute mit einem trockenen Schuss aus 18 Metern auf 1:2. Der nächste Blackout des SVE brachte dann bereits in der 61. Spielminute die Entscheidung. Mike Marianek konnte trotz dreifacher Überzahl der Gäste nicht gestoppt werden und überwand auch noch Torhüter Timo Schurr mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:1. Danach verteidigte der Gastgeber weiterhin geschickt und Zweikampfstark und ließ den SVE kaum noch zur Entfaltung kommen. Zwar hatte Yücel Uluköylü in der 80. Minuten mit einem Pfostenschuss pech. Auch Jannik Froschauer vergab kurz vor Schluss nochmals freistehend, doch auch Neresheim boten sich noch gute Kokterchancen gegen die nun aufgerückte SVE - Abwehr. Neresheim verdiente sich den Sieg für ihren bedingungslosen Einsatz und gnadenloser Ausnützung der SVE - Fehler.

 

SV Ebersbach: Schurr - Lissner (83. Prinz), Grünenwald (63.Celiktas), Grahic, Breit - Maglio, Baumgartner - Ujupaj (44.Uluköylü), Mader, Petruso - Froschauer

moritzgutmannAm gestrigen Donnerstag haben wir uns mit Moritz Gutmann abseits des Platzes unterhalten. Im Interview erzählt er uns von seinen schweren Verletzungen und wagt einen Ausblick auf das Comeback.


Du wurdest in den letzten Wochen am lädierten Meniskus operiert. Wie verlief die Operation am verletzten Knie?

Moritz: "Bei meiner Operation ist alles nach Plan verlaufen. Der beschädigter Teil im Meniskus, der den Hauptschmerz verursacht hatte, wurde teilentfernt."

 

Nach überstandener OP steht nun bei dir die Reha auf dem Programm. Wie gut verläuft bisher der Heilungsprozess?

Moritz: "Meine Reha verläuft sehr gut. Ich komme sehr gut voran und merke von Woche zu Woche, dass es immer ein Stückchen besser wird."

 

Im Ebersbacher Umfeld wartet man gespannt auf dein Comeback. Kannst du uns schon eine Prognose geben, wann du wieder auf dem Platt stehen wirst?

Moritz: "Ich gehe momentan davon aus, dass ich spätestens zur Vorbereitung auf die Rückrunde wieder komplett in das Mannschaftstraining einsteigen kann. Ich werde in den nächsten Wochen schon wieder die ersten Laufeinheiten absolvieren können."

 

Es ist in knapp eineinhalb Jahren deine dritte schwere Verletzung. Wie viel Kraft hat es dich in der letzten Zeit gekostet?

Moritz: "Die letzten eineinhalb Jahren waren mit Sicherheit die schwersten Jahre, die ich als aktiver Fußballer durchleben musste. Es kostet dich natürlich bei jeder schweren Verletzung unheimlich viel Kraft dich wieder zurück in die Mannschaft zu kämpfen. Du musst dabei als Sportler sehr viel Zeit und vor allem Geduld mitbringen. Ich musste in meiner Laufbahn noch nie solange auf Fussball verzichten. Deshalb brenne ich darauf endlich wieder auf dem Platz stehen zu können."

 

Was sind deine persönliche Ziele für diese Saison? Und welche Schlagzeile würdest du gerne am Saisonende über dich lesen können?

Moritz: "Ich möchte so schnell als nur möglich wieder zu alten Form zurückfinden, mich Schritt für Schritt weiterentwickeln und natürlich vor allem verletzungsfrei bleiben.  Ich würde gerne diese Zeile in der Zeitung lesen: Moritz Gutmann und der SV Ebersbach steigen in die Verbandsliga Württemberg auf!"

 

Wir bedanken uns bei Moritz, dass er sich für uns die Zeit genommen hat und wünschen ihm weiterhin eine schnelle und gute Genesung.

 

svetsvoDie Landesliga-Fußballer des SV Ebersbach haben die Serie der TSV Obersingen gebrochen und dem Tabellenzweiten die erste Niederlage beigebracht. Auf eigenem Platz gewann der SVE am Freitagabend mit 4:2 (0:0).
Die 600 Zuschauer im Ebersbacher Strutstadion sahen eine ereignisarme erste Hälfte, in der sich das Geschehen vor allem zwischen den Strafräumen abspielte. Das änderte sich nach der Pause: Die Ebersbacher, die im ersten Durchgang blass geblieben waren, kamen wie verwandelt aus der Kabine. In der 56. Minute eröffnete Franco Petruso den Torreigen. Nach einer Flanke von Chris Baumgartner legte Do­minik Mader per Kopf auf Petruso ab, der aus der Drehung heraus aus zentraler Position zum 1:0-Führungstor traf.
Drei Minuten später erzielte Matteo-Pio Stefania den Ausgleich, nachdem die Gastgeber nach einer Standardsituation ein Kopfballduell verloren hatten. Nutznießer war Stefania, der zum 1:1 einschob. Doch der SVE zeigte sich keineswegs geschockt. Nach einem von Mader eingeleiteten Konter netzte Jannik Froschauer zum 2:1 ein. Fünf Minuten später schnürte Froschauer seinen Doppelpack, nachdem er erneut nach einem Konter über Baumgartner und Petruso zum 3:1 einschoss.
Die Ebersbacher spielten nun wie im Rausch. In der 77. Minute machte auch Petruso mit einem Traumtor seinen Doppelpack perfekt. Der SVE-Akteur traf per Direktabnahme in den linken Winkel. Die bis dato ungeschlagenen Gäste konnten in der 89. Minute nur noch für Ergebniskosmetik sorgen. Fatih Özkahmaran traf per Freistoß. Dabei machte Ebersbachs Torhüter Malte Quiceno Mainka keine gute Figur.

„In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir im Aufstiegskampf mithalten können“, sagte Doppeltorschütze Petruso, „das war die richtige Antwort auf das letzte Spiel.“ Vor Wochenfrist hatte der SVE eine 1:3-Heimpleite gegen den TSV Buch kassiert.

SV Ebersbach: Quiceno - Kanarya, Grünenwald, Grahic, Uluköylü, Maglio, Baumgartner, Mader (90+1. Bauer), Schmidt (46. Ujupaj), Petruso (84. Ohran), Froschauer (88. Lissner)

TSV Oberensingen: Hekele - Emerllahu (84. Burkhardt), Er, Crisigiovanni, König (64. Frank), Özkahraman, Stefania, Bauer, Horeth, Kühnert (64. Parrotta), Latte (76. Perhanidis)

Tore: 1:0 Franco Petruso (55.), Matteo - Pio Stefania (55.), 2:1 Jannik Froschauer (65.), 3:1 Jannik Froschauer (70.), 4:1 Franco Petruso (76.), 4:2 Fatih Özkahraman (89.)

Schiedsrichter: Max Angenendt

Zuschauer: 600

Auto: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

Aujupajm gestrigen Donnerstag haben wir uns mit Florian Ujupaj abseits des Platzes über seine lange Verletzung, seine persönlichen Ziele und seine besondere Verbindung zu unserem Verein unterhalten.



Du konntest nach deinem überstandenen Kreuzbandriss in den vergangenen Wochen dein Comeback feiern. Wie geht es dir und deinem operierten Knie aktuell?

Florian: "Mir geht es natürlich dementsprechend gut. Ich bin aber noch nicht bei 100 Prozent, dass aber nach so einer langen Verletzungspause normal ist. In den Trainingseinheiten versuche ich das maximale rauszuholen damit mein Knie bald wieder zu 100 Prozent belastbar ist."

 

Du wurdest im Heimspiel gegen den TSV Weilimdorf zum ersten Mal nach deiner Verletzung wieder eingewechselt. Wie sehr hast du dich nach diesem Moment gesehnt?

Florian: "Um ehrlich zu sein sehr. Ich war davor noch nie wirklich schwerer Verletzt und dementsprechend war es für mich schon eine Qual so lange ohne Fußball auszukommen zu müssen. Aber diese schwere Zeit hat mich nur stärker gemacht und deswegen hoffe ich natürlich auf eine verletzungsfreie Saison."

 

Was sind deine persönliche Ziele für diese Saison?

Florian: "Natürlich, dass ich unverletzt bleibe und Schritt für Schritt wieder zur meiner Form finde, um schnellstmöglich der Mannschaft wieder helfen zu können."

 

Welche Schlagzeile würdest du am Saisonende gerne über dich lesen?

Florian: "Florian Ujupaj und der SV Ebersbach steigen in die Verbandsliga auf."

 

Am vergangenen Sonntag mussten wir unsere erste Heimniederlage einstecken. Was waren für dich die Gründe für die Niederlage gegen Buch?

Florian: "Nach diesem Spiel waren wir alle von unserer Leistung sehr enttäuscht. Gerade wenn man Zuhause spielt und dann so eine Leistung zeigt, ist das natürlich für uns und unsere Fans nicht zufriedenstellend. Wir waren in den Zweikämpfen einfach nicht spritzig genug und hatten zu viele Ballverluste, wo wir auch in der Rückwärtsbewegung hätten einfach schneller umschalten müssen. Aber das Spiel ist jetzt für mich abgehakt. Unser Blick richtet sich jetzt nun auf das Heimspiel gegen Oberensingen. Wir können dort unseren Fans eine Reaktion zeigen."

 

Fanfrage von Hannes: Warst du schon immer so talentiert?
Florian: "Ich denke mal, dass mir der liebe Gott schon etwas Talent mit auf den Weg gegeben hat. Aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass Talent im Fußball nicht ausreicht, wenn man bis nach ganz oben möchte. Dazu braucht es im Training enorm viel Disziplin, Ehrgeiz und Fleiß
Ich weiß noch als ich damals mit acht Jahren angefangen habe Fußball zu spielen, dass einige Mitspieler zu diesem Zeitpunkt besser waren als ich. Aber ich hatte so viel Spaß und Ehrgeiz am Fußball, dass ich besser sein wollte als meine Mitspieler. Ein ehemaliger Jugendtrainer beim VfB hat damals zu mir immer gesagt, dass harte Arbeit und Disziplin jedes Talent schlägt. Heute weiß ich, dass er recht hatte. Du darfst dich als Sportler nie zufrieden geben. Ein gutes Beispiel ist da Cristiano Ronaldo. Er arbeitet bis heute noch jeden Tag hart an sich, obwohl er so eine erfolgreiche Karriere vorweisen kann."

 

Fanfrage von Tobias: Was bedeutet dir der SVE?

Florian: "Der SVE ist für mich mehr als nur ein Verein. Ich habe hier damals angefangen Fußball zu spielen und unglaublich schöne vier Jahre in der Jugend gehabt, ehe ich dann zum VfB Stuttgart gewechselt bin. Hinzu kommt, dass ich in Ebersbach aufgewachsen bin und die Leute hier aus dem Umfeld sehr gut kenne, mit denen man nach all den Jahren auch eine gewisse Bindung aufbaut. Man kann schon sagen, dass ich ein "Ebersbacher Junge" durch und durch bin und der SVE für mich sowas wie eine zweite Familie darstell. Wenn ich heute noch das rote Trikot anziehe, kommen bei mir viele Erinnerungen an meine SVE - Jugendzeit auf. Schon damals habe ich hier die Nummer 11 getragen. Deswegen wird dieser Verein zusammen mit den Menschen aus dem Umfeld immer einen besonderen Platz in meiner Herzen haben. "

 

Wir bedanken uns bei Florian, dass er sich für uns die Zeit genommen hat und wünschen ihm eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Saison!