Sportverein Ebersbach 1910 e. V.

svescgSV Ebersbach - SC Geislingen 1:3 (0:2)

Ein echtes Fußballderby war das 1:3 des SV Ebersbach gegen den SC Geislingen erst in der zweiten Halbzeit.

 

In Durchgang eins nahmen die Gastgeber vor 200 Zuschauern kaum am Spiel teil. Nicola Orlando brachte den SC gegen lustlose Ebersbacher früh in Führung (5.). Sein schöner Treffer wurde von Teamkollege Jozef Kqiraj in der 18. Minute noch überboten. An alter Wirkungsstätte jagte Kqiraj einen Freistoß aus 25 Metern mit links in den Winkel und baute den Geislinger Vorsprung aus.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde musste Ebersbachs Kapitän Lars Grünenwald mit Gelb-Rot vom Platz. Eine vertretbare, aber harte Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Klingler, der im weiteren Verlauf einer nicht überharten Partie noch weitere elf Verwarnungen verteilte. „Wir kriegen zwei Wahnsinns-Tore und der Schiedsrichter hatte keine klare Linie, aber das war heute nicht entscheidend, sondern wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgetreten ist. Das war unverschämt“, sagte Dinko Radojevic, „in der zweiten Halbzeit kann ich keinen Vorwurf machen.“ Warum sein Team, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, im ersten Abschnitt die Laufbereitschaft vermissen ließ, konnte sich der Ebersbacher Trainer direkt nach Spielende auch nicht erklären. Der Sportclub Geislingen nutzte dies mit einer guten Vorstellung zu drei Punkten, „die den Jungs nach den schwierigen Wochen gut tun“, freute sich Daniel Avgustinovic. „Der Platzverweis hat uns aber nicht in die Karten gespielt. Wie das so oft ist, macht die Mannschaft in Unterzahl dann mehr. Ebersbach hat nur noch mit langen Bällen agiert, darauf mussten wir uns erst einstellen“, analysierte der SC-Coach. Bei den Gastgebern brachten die eingewechselten Pietro Maglio, Florian Ujupaj und Can Kanarya, Torschütze zum Anschlusstreffer nach einem Standard (69.), mehr Schwung. „Vor dem Seitenwechsel haben wir schon das 3:0 liegen lassen“, sagte Avgustinovic.

In der zweiten Halbzeit war die Landesliga-Partie dann umkämpft, spielerisch ging auf beiden Seiten allerdings nicht viel. Nach ausgeglichenem Chancenverhältnis erlöste Orlando in der Nachspielzeit die SC-Fans mit dem 1:3 nach Vorarbeit von Pascal Volk. „Jetzt haben wir noch ein Spiel, dann freuen wir uns mit unseren vielen Verletzten auf die Winterpause“, atmete Avgustinovic durch. Der SV Ebersbach muss sich nach diesem Spiel hingegen erneut fragen, ob alle Beteiligten das ausgegebene Saisonziel Aufstieg verstanden haben.

SV Ebersbach: Schurr - Breit, Grahic, Petruso, Celiktas (76. Ohran),Schmidt (59. Ujupaj), Mader (46. Maglio), Baumgartner, Uluköylü (56. Kanarya), Grünenwald, Yilmaz

Auto: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

tsvbsveTSV Bad Boll - SV Ebersbach 1:1 (0:0)

Die 150 Zuschauer des Landesliga-Derbys TSV Bad Boll gegen den SV Ebersbach erlebten am Sonntag ein kurioses Spiel.

Die Hausherren aus Bad Boll erwischten den besseren Start und hatten in der ersten Viertelstunde durch H. Aust zwei gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Danach kam der SVE besser ins Spiel, es fehlte jedoch an klaren Chancen. Ab Mitte der ersten Halbzeit übernahmen die Gäste aus Ebersbach völlig das Kommando und schnürten die Boller in deren eigenen Hälfte ein. In der 39. Spielminute traf Caglar Celiktas nur den Bad Boller Pfosten. Nur eine Minute später folgte die nächste gute Gelegenheit für den SVE: Yücel Uluköylü bediente mit einer flachen Flanke von der rechten Angriffsseite Dominik Mader, der den Ball aus fünf Meter um Zentimeter neben das Bad Boller Tor setzte. In der 44. Minute zappelte dann der Ball im Boller Gehäuse. Dominik Mader drückte den Ball aus einem Meter und vermeintlichen Abseitsposition zum 0:1 über die Torlinie. Was folgte, waren wütende Proteste der Gastgeber sowie Rudelbildungen auf Höhe des Linienrichters, der diese vermeintliche Abseitsposition nicht angezeigt hatte. In diesem Tumult sag Bad Bolls Torhüter Felix Lache wegen Reklamierens folgerichtig Gelb. Nur eine Minute später, bereits nach dem Halbzeitpfiffs sah Lache aus dem selben Grund den nächsten gelben Karton und musste raus. Bad Bolls Trainer Doll wechselte den zweiten Keeper Lang ein und holte dafür Ammon vom Feld.

Die Gäste aus Ebersbach erspielten sich in der zweiten Halbzeit durch die Überzahl eine Vielzahl an Chancen heraus, der Ball wollte aber nicht ins Boller Tor. In der 73. Spielminute verhinderte Torhüter Lang mit einer Glanzparade aus kurzer Distanz den zweiten Ebersbacher Treffer, Celiktas war nach einem Konter alleine aus halbrechter Position im Boller Strafraum aufgetaucht. In der 80. Minute hatte H. Aust aus 18 Metern die erste Boller Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an SVE - Torhüter Timo Schurr, die seine Fingerspitzen an den Ball brachte. Nur fünf Minuten später zeichnete sich Lang erneut gegen Celiktas aus. Auf Boller Seite krachte in der 87. Minute ein Volley-Schuss des eingewechselten Moritz Müller an den Ebersbacher Pfosten.

In der 94. Spielminute waren alle Boller Spieler beim letzten Eckball von H. Aust im Ebersbacher Strafraum. Die Gäste brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der mit aufgerückte Boller Keeper Lang erzielte per Seitfallzieher den späten Ausgleich. Allerdings war auch dieser Treffer sehr umstritten, denn den Eckball hätte es nicht geben dürfen, da zuvor Torhüter Schurr im Fünf-Meter Raum gefoult wurde.

TSV Bad Boll: Lache - Nicastro, Kivotidis, Ammon (46.Lang), Topolovec, Feldmeier, (75.M.Aust), H.Aust, Persch, Ungereanu (62. Müller), S.Aust, Hartmann (70. Yildirim)

SV Ebersbach: Schurr - Grünenwald, Grahic, Breit, Uluköylü, Baumgartner, Mader, (51.Lissner), Yilmaz (65.Maglio), Petruso, Froschauer, Celiktas

SVETVESV Ebersbach - TV Echterdingen 3:1 (2:1)


Durch den hochverdienten 3:1 Sieg gegen seinen Lieblingsgegner TV Echterdingen konnte sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach auf den Tabellenthron hieven.
Die vielen Gegentore in den letzten Spielen hat Trainer Dinko Radojevic veranlasst sein System umzustellen auf eine Fünferkette, um in der Defensive mehr Stabilität zu haben. Die ersten zehn Minuten waren von gegenseitigem abtasten geprägt, so dass sich das Ganze zäh gestaltete. In der 11. Minute hatte der Gastgeber den Hauch einer Torchance, als Jannik Froschauerauf Franco Petruso zurücklegte, doch dessen 14 Meter Schuß hoppelte ohne Druck hinter den Ball zu bekommen am Tor vorbei. Von da ab war der Gastgeber besser im Spiel und hatte in der 15. Minute eine Großchance durch den aufgerückten Innenverteidiger Haris Grahic, der freistehend den Ball nach einem schönen Pass am Tor vorbei setzte.Eine Minute später durften die Eberbacher Anhänger das erste mal jubeln, als Jannik Froschauer die Kugel Lehrbuchmäßig von der Grundlinie zurücklegte auf Dominik Breit, der aus 8 Metern zum 1:0 traf. Der Gastgeber drückte weiter aufs Tempo und hatte in der 21. Minute die Riesenmöglichkeit zum 2:0 durch Dominik Mader, der das Spielgerät allein vor dem Keeper hauchdünn am Tor vorbei schoß. Wie man es besser macht zeigten die Gäste eine Minute später, denn der erste Torschuß in der 22. Minute landete im Kasten. Tobias Heim kam nach einer Schläfrigkeit des Gastgebers an den Ball und verwandelte zum 1:1 Ausgleich. Die Antwort des Gastgebers ließ nicht lange auf sich warten, denn Dominik Mader machte es in der 24. Minute besser und netzte mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:1 ein. Der SVE blieb weiter Tonangebend und hatte in der 29. Minute den nächsten Hochkaräter durch Jannik Froschauer, der einen Abwehrspieler auf der Torlinie anschoß. Nach dem folgenden Eckball kam Kapitön Pietro Maglio im Strafraum frei zum Schuß und jagte das Leder knapp über den Balken. In der 32. Minute musste Keeper Timo Schurr das erste mal sein Können zeigen, als er einen 20 Meter Schuß von Heim mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Agonis Berisha durfte in der 36. Minute unbedrängt durch die Ebersbacher Hälfte spazieren und wurde dann ungeschickt im Strafraum von den Füßen geholt. Den fälligen Elfmeter von Charalampidis konnte Teufelskerl Timo Schurr in prächtiger Manier abwehren.
Der Gastgeber kam druckvoll aus der Kabine und hatte in der 49. Minute eine große Einschußchance als sich Yücel Uluköyli energisch gegen zwei Gegenspieler am rechten Flügel durchsetzen konnte und den Ball auf Dominik Mader flankte, doch dieser scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart.Durch ein schnelles Umschaltspiel über Dominik Breit spielte dieser den in Position gelaufenen Jannik Froschauer an, doch auch er scheiterte am reaktionsschnellen Keeper (52.). Der Chancenwucher setzte sich eine Minute später fort, als nach einem Stockfehler von Stehle Franco Petruso freie Bahn hatte, doch wieder blieb Torwart Kamphues im eins gegen eins Sieger. Chancen im Minutentakt erspielte sich der Gastgeber, denn wieder nur sechzig Sekunden später traf Pietro Maglio nach einem Eckball nur das Aluminium. Dann lag der Ball mal im Tor wie in der 59. Minute, doch da befand sich der vermeidliche Torschütze Mader knapp im Abseits. In der 64. Minute ging es wieder für die Gäste zu schnell als der Gastgeber über Yücel Uluköyli umschaltete und der abgewehrte Ball Franco Petruso 16 Meter vor dem Tor vor die Füße fiel, aber der beste Gästespieler Torwart Kamphues wehrte wieder glänzend ab. Nur eine Minute später belohnte sich der Gastgeber endlich für sein gutes Spiel in Person von Haris Grahic, der das Leder aus kurzer Distanz über die Torlinie stocherte zum überfälligen 3:1. Die Gäste wurden weiter durcheinander gewirbelt wie in der 76. Minute als der eingewechselte Caglar Celiktas durch war und von Zalac als letzter Mann kurz vor dem Strafraum von den Füßen geholt wurde, was folgerichtig zum Platzverweis durch den guten Unparteiischen Manuel Krieger führte. Der Freistoß von Franco Petruso blieb in der Mauer hängen. Der Gastgeber ließ weiter die größten Chancen liegen, als Dominik Mader alle ausgespielt hatte und uneigennützig quer legte auf Caglar Celiktas, der aber anstatt ins leere Tor schießen den Ball annehmen wollte und der Ball zu weit wegsprang in die Hände vom Torwart. Die überforderten Gäste konnten von Glück reden das sie nur mit zwei Toren in Rückstand lagen, denn auch in der 85. Minute zischte das Leder nach Froschauer's 16 Meter Schuß um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Der emsige Froschauer hatte auch in der 88. Minute Pech, als sein Kopfball nach einem Eckball hauchdünn am Tor vorbei flog. In der Nachspielzeit kreuzten die Gäste das erste mal im zweiten Durchgang gefährlich vor dem Tor auf, aber das hatte es in sich, doch Timo Schurr konnte zweimal mit unglaublichen Reflexen den Anschlußtreffer verhindern, beim Lattenschuß wäre er aber machtlos gewesen. Somit blieb es beim hochverdienten Sieg des SVE, der durch die Patzer der zwei vor ihm platzierten Mannschaften profitierte und sich dadurch an die Tabellenspitze spühlte.

So spielten sie:
Schurr - Breit (85. Prinz), Grahic, Maglio, Grünenwald, Uluköyli - Baumgartner, Yilmaz (62. Celiktas) - Petruso (81. Lissner), Mader, Froschauer (90. Magno)
Zuschauer: 120
Schiedsrichter. Manuel Krieger

SVNSVESV Neresheim - SV Ebersbach 3:1
Enttäuschend nach der bitteren 1:3 Niederlage macht sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach auf dem Heimweg von Neresheim.

Neresheim stand über die gesamte Spielzeit sehr tief und versuchte sein Glück über schnelle Konter, meist über ihren kaum zu brennenden Spielführer Dennis Werner.
In der ersten Halbzeit hatte der SVE die Partie jederzeit im Griff und erspielte sich einige glasklare Torchancen, die jedoch allesamt nicht genutzt wurden. Zwischen der 10. und 35. Spielminute hätte die Partie längst zu Gunsten des SVE entschieden sein müssen. Doch egal wie der Ball aufs Tor kam, er wollte einfach nichts ins Tor oder die Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Der Gastgeber konnte sich erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit etwas aus der Umklammerung lösen und kam prompt zu zwei Konterchancen, die jedoch nichts einbrachten.
Nach der Pause schien die gesamte SVE- Mannschaft noch mit den Gedanken in der Kabine zu sein und Neresheim nutzte dies gnadenlos aus. Nach einem unnötigen Freistoß kam der aufgerückte Innenverteidiger Lukina im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball und markierte das 1:0. Nur zwei Minuten später ließ sich der SVE anfängerhaft auskontern und Amir Werner erhöhte auf 2:0. Der SVE antwortete jedoch prompt und der eingewechselte Yücel Uluköylü verkürzte in der 54. Minute mit einem trockenen Schuss aus 18 Metern auf 1:2. Der nächste Blackout des SVE brachte dann bereits in der 61. Spielminute die Entscheidung. Mike Marianek konnte trotz dreifacher Überzahl der Gäste nicht gestoppt werden und überwand auch noch Torhüter Timo Schurr mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:1. Danach verteidigte der Gastgeber weiterhin geschickt und Zweikampfstark und ließ den SVE kaum noch zur Entfaltung kommen. Zwar hatte Yücel Uluköylü in der 80. Minuten mit einem Pfostenschuss pech. Auch Jannik Froschauer vergab kurz vor Schluss nochmals freistehend, doch auch Neresheim boten sich noch gute Kokterchancen gegen die nun aufgerückte SVE - Abwehr. Neresheim verdiente sich den Sieg für ihren bedingungslosen Einsatz und gnadenloser Ausnützung der SVE - Fehler.

 

SV Ebersbach: Schurr - Lissner (83. Prinz), Grünenwald (63.Celiktas), Grahic, Breit - Maglio, Baumgartner - Ujupaj (44.Uluköylü), Mader, Petruso - Froschauer

svetsvoDie Landesliga-Fußballer des SV Ebersbach haben die Serie der TSV Obersingen gebrochen und dem Tabellenzweiten die erste Niederlage beigebracht. Auf eigenem Platz gewann der SVE am Freitagabend mit 4:2 (0:0).
Die 600 Zuschauer im Ebersbacher Strutstadion sahen eine ereignisarme erste Hälfte, in der sich das Geschehen vor allem zwischen den Strafräumen abspielte. Das änderte sich nach der Pause: Die Ebersbacher, die im ersten Durchgang blass geblieben waren, kamen wie verwandelt aus der Kabine. In der 56. Minute eröffnete Franco Petruso den Torreigen. Nach einer Flanke von Chris Baumgartner legte Do­minik Mader per Kopf auf Petruso ab, der aus der Drehung heraus aus zentraler Position zum 1:0-Führungstor traf.
Drei Minuten später erzielte Matteo-Pio Stefania den Ausgleich, nachdem die Gastgeber nach einer Standardsituation ein Kopfballduell verloren hatten. Nutznießer war Stefania, der zum 1:1 einschob. Doch der SVE zeigte sich keineswegs geschockt. Nach einem von Mader eingeleiteten Konter netzte Jannik Froschauer zum 2:1 ein. Fünf Minuten später schnürte Froschauer seinen Doppelpack, nachdem er erneut nach einem Konter über Baumgartner und Petruso zum 3:1 einschoss.
Die Ebersbacher spielten nun wie im Rausch. In der 77. Minute machte auch Petruso mit einem Traumtor seinen Doppelpack perfekt. Der SVE-Akteur traf per Direktabnahme in den linken Winkel. Die bis dato ungeschlagenen Gäste konnten in der 89. Minute nur noch für Ergebniskosmetik sorgen. Fatih Özkahmaran traf per Freistoß. Dabei machte Ebersbachs Torhüter Malte Quiceno Mainka keine gute Figur.

„In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir im Aufstiegskampf mithalten können“, sagte Doppeltorschütze Petruso, „das war die richtige Antwort auf das letzte Spiel.“ Vor Wochenfrist hatte der SVE eine 1:3-Heimpleite gegen den TSV Buch kassiert.

SV Ebersbach: Quiceno - Kanarya, Grünenwald, Grahic, Uluköylü, Maglio, Baumgartner, Mader (90+1. Bauer), Schmidt (46. Ujupaj), Petruso (84. Ohran), Froschauer (88. Lissner)

TSV Oberensingen: Hekele - Emerllahu (84. Burkhardt), Er, Crisigiovanni, König (64. Frank), Özkahraman, Stefania, Bauer, Horeth, Kühnert (64. Parrotta), Latte (76. Perhanidis)

Tore: 1:0 Franco Petruso (55.), Matteo - Pio Stefania (55.), 2:1 Jannik Froschauer (65.), 3:1 Jannik Froschauer (70.), 4:1 Franco Petruso (76.), 4:2 Fatih Özkahraman (89.)

Schiedsrichter: Max Angenendt

Zuschauer: 600

Auto: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

svebuchSV Ebersbach - TSV Buch 1:3 (1:1)

Lange Gesichter bei Fußball-Landesligist SV Ebersbach nach der 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den TSV Buch. Mit dem dritten sieglosen Spiel in Folge rücken die Meisterschaftsambitionen der Gastgeber erst einmal in den Hintergrund. Bei der verdienten Pleite gegen den TSV Buch präsentierte sich die Mannschaft von Dinko Radojevic nicht wie ein Aufstiegskandidat. „Mich hat am meisten aufgeregt, dass bei uns die körperliche Präsenz gefehlt hat“, schimpfte der Trainer, „man kann gegen einen tiefstehenden Gegner nicht alles spielerisch lösen, dann muss man eben ackern, aber wir haben nicht in den Kampfmodus umgeschaltet“. Deshalb konnte das Spiel zu Gunsten der Gäste kippen, die in der 74. Minuteeine Überzahlsituation zum 1:2 durch Timo Leitner gut ausspielten. Franco Petruso hatte vor dem letztlich entscheidenden Konter im Mittelfeld den Ball verloren. In der Nachspielzeit setzte Manuel Schrapp gegen aufgerückte Ebersbacher das 1:3 noch oben drauf.Zunächst lag der SV Ebersbach früh im Rückstand. Bei einem Standard präsentierte sich die Defensive schläfrig, Fabian Zeh erzielte aus dem Rückraum das 0:1 (5.). Die Ebersbacher antworteten jedoch sofort. Jannik Froschauer, gestern noch einer der Fleißigsten beim SV Ebersbach, flankte auf Dominik Mader, der im Fünfmeterraum direkt vollendete (9.). Danach hatten die Hausherren ihre beste Phase. Sechs Minuten nach dem Ausgleich initiierte Petruso einen der seltenen gelungenen Angriffe, Dominik Breit legte von der rechten Seite zurück, doch Petrusos Abschluss ging aus zentraler Position am Tor vorbei. Der SV Ebersbach hatte nun viel Ballbesitz, Buch zog sich zurück und lauerte. „Wir hatten einige Situationen im Strafraum, da muss einfach mehr passieren“, ärgerte sich der frühere Mittelfeldspieler Radojevic. Bei einem Grahic-Kopfball am kurzen Pfosten reagierte Gästekeeper Benjamin Maier stark (29.). Der TSV Buch meldete sich erst Ende des ersten Durchgangs mit einem Fernschuss von Zeh wieder zurück, den Malte Quiceno-Mainka im Ebersbacher Tor zur Ecke lenkte. Zur zweiten Halbzeit ließ sich Dominik Mader aus dem Angriff ins Mittelfeld zurückfallen und versuchte dem Ebersbacher Spiel mehr Struktur zu verleihen. Trotzdem sprangen nur wenige Chancen heraus. Beim Querpass von Chris Baumgartner war in der Mitte kein Abnehmer (69.). Kurz darauf strich Baumgartners Schuss aus der zweiten Reihe am Tor vorbei. Nach dem 1:2 ging selbst mit der Brechstange nichts mehr. Weil auch die Konkurrenz instabil ist, darf der SV Ebersbach vor dem Duell mit der TSV Oberensingen am Freitag weiter oben mitmischen. „Das Ergebnis heute müssen wir erstmal verdauen, aber ab Dienstag geht der Blick auf Oberensingen. Wir müssen so schnell wie möglich zu dem zurückfinden, was uns in den ersten Spielen stark gemacht hat“, forderte Radojevic.

SV Ebersbach: Quiceno-Mainka – Breit (46. Ujupaj), Grünenwald, Grahic, Kanarya (83. Lissner), Uluköyli, Baumgartner, Maglio, Froschauer, Petruso (77. Ohran), Mader.

Autor: Markus Munz
Foto: Jana Härtel

tsvnusveTSV Neu-Ulm - SV Ebersbach 2:1 (0:1)

Durch einen kollektiven Blackout ließ sich Fußball-Landesligist SV Ebersbach bei der 2:1 Niederlage beim TSV Neu-Ulm innerhalb von nur sechzig Sekunden drei sicher geglaubte Punkte in der Nachspielzeit aus den Händen reißen. Somit gingen sie das erste mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz.
Stark ersatzgeschwächt ging der Tabellenprimus ins Spiel gegen den TSV Neu-Ulm, denn kurzfristig fielen mit Petruso, Mader und Grünenwald drei wichtige Stammspieler krankheitsbedingt aus. Vor einer spärlichen Zuschauerkulisse bei bestem Fußballwetter begann die Partie schleppend. Nach zehn Spielminuten übernahmen die Gäste das Zepter und hatten in der 14. Minute die erste Torannäherung, als Haris Grahic nach einer Freistoßflanke von Pietro Maglio den Keeper das erste mal testete. Der Gastgeber gab in der 17. Minute ihre erste Visitenkarte ab und das hatte es gleich in sich, denn nach einem schnell ausgeführten Freistoß war die Ebersbacher Hintermannschaft unsortiert, so dass Beer in Ruhe Maß nehmen konnte und das Spielgerät aus 17 Metern ans Aluminium nagelte. Nun war mehr Leben in der Partie und in der 20. Minute waren wieder die Gäste an der Reihe, als Yücel Uluköyli nicht angegriffen wurde, doch sein 15 Meter Schuß rollte einen halben Meter am Tor vorbei. In der 25. Minute ging der Spitzenreiter in Führung, als nach einer schönen Kombination Yücel Uluköyli zum Abschluß kam, den Keeper Anders noch abwehren konnte, aber nur vor die Füße von Sturmführer Jannik Froschauer der zur 1:0 Führung abstaubte. Der Gastgeber präsentierte sich besser als es sein Tabellenstand verriet, biss sich aber an der gut gestaffelten Ebersbacher Defensive die Zähne aus. Die Gäste blieben stets gefährlich und hatten in der 45. Minute die Möglichkeit zu erhöhen, aber der Kopfball vom schon früh eingewechselten Simon Prinz nach einem Eckball von Maglio strich um Haaresbreite am Gehäuse vorbei.
Beide Mannschaften kamen schwungvoll aus der Kabine, dabei hatte der Gastgeber in der 52. Minute die erste Torchance im zweiten Durchgang, als Germann einen 20 Meter Schuß einen Meter neben den Kasten setzte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später ergab sich für die Neu-Ulmer die nächste Möglichkeit durch Beer, der aber zum Glück für die Gäste die Kugel in aussichtsreicher Position über den Balken säbelte. Die Gäste luden den Gastgeber immer wieder durch ihre unnötigen Ballverluste ein, wie in der 59. Minute als Fidan nach einem Stockfehler frei zum Schuß am, aber das Ziel um wenige Zentimeter verfehlte. Ein sehr übles Foul an Can Kanarya nach knapp einer Stunde Spielzeit , für das Casullo nur die Gelbe Karte sah, war der Weckruf für den SVE. Für Kanarya war das Spiel damit beendet, den er musste humpelnd das Feld verlassen. Doch es dauerte bis zur 75. Minute ehe die Gäste das Tor des Gastgebers das erste mal in Halbzeit zwei bedrohte, doch Pietro Maglio setzte den Schuß zu hoch an, so dass das Leder zwei Meter über den Balken flog. Nach einem ungestühmen herauslaufen von Torwart Anders, wobei er Florian Ujupaj knapp außerhalb des Straufraums brutal über den Haufen rannte, sah Anders folgerichtig die Rote Karte (82.). Den fälligen Freistoß zirkelte Maglio am Tor des von nun an eines Feldspielers gehüteten Tor vorbei. Die Schlußphase war von Hektik und Diskussionen geprägt, wobei sich der in Überzahl spielende Primus anstecken ließ und völlig den Faden verlor anstatt cool zu bleiben und das Ergebnis auszubauen oder zu verwalten, Konsequenz daraus waren zwei Gegentore innerhalb kürzester Zeit in der Nachspielzeit. Erst brachte der erst kurz vorher eingewechselte Noel Santini einen Neu-Ulmer im Strafraum zu Fall, was folgerichtig zum Elfmeterpfiff führte. Diesen verwandelte Fidan in der 90.+1 Minute sicher zum 1:1 Ausgleich. Das war schon ein Schlag für den SVE und versetzte sie in eine Schockstarre, aber nur Sekunden später kam es noch schlimmer. Fidan durfte unbedrängt durch die Ebersbacher Hälfte spazieren und versenkte das Spielgerät in Unterzehl sehenswert zum 2:1 im Kasten des Gästetors (90.+2). Das war der Schlusspunkt, denn die Gäste konnten nicht mehr zum Gegenschlag ausholen. Somit feierten die Gäste einen aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten SIeg gegen fassungslose Ebersbacher.
So spielten sie:
Ebersbach: Quiceno-Mainka - Kanarya (66. Ujupaj), Baumgartner, Grahic, Breit - Maglio, Yilmaz (58. Ohran) - Schmidt (33. Prinz), Lissner (86. Santini), Uluköyli - Froschauer

Foto: Jana Härtel

svetsvwSV Ebersbach - TSV Weilimdorf 2:2 (2:2)

 

Durch das 2:2 gegen starke Weilimdorfer büste Fußball-Landesligist SV Ebersbach das erste mal in einem Heimspiel Punkte ein. Dadurch ist der Vorsprung auf den Zweitplazierten Türkspor Neu-Ulm auf einen Punkt zusammengeschmolzen.
Die Gäste fanden schneller ihren Rythmus als der Gastgeber und hatte in der 7. Minute die erste Torchance im Spiel, als Genc völlig freistehend zum Kopfball kam, doch er setzte das Leder knapp über den Balken. Der Spitzenreiter begann fahrig und mit vielen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung. In der 21. Minute hatten die Gäste die Riesenmöglichkeit zur Führung, doch Woldezion brachte das Kunststück fertig die Kugel aus drei Metern ans Außennetz zu schießen. Sekunden später musste sich Torwart Malte Quiceno Mainka mächtig strecken um das Geschoß von Genc abzuwehren. Zwei Minuten spätert war er dann doch geschlagen, als es diesmal Woldezion besser machte und zur verdienten 1:0 Führung traf. Die Gäste, beflügelt von drei Siegen in Serie. waren weiter präsenter und galliger und kauften somit dem SVE den Schneid ab. So dauerte es bis zur 31. Minute ehe der Gastgeber das Tor der Gäste das erste mal bedrohte, doch der 16 Meter Schuß von Franco Petruso verfehlte knapp das Ziel. Der Torschütze zum 1:0 hatte in der 33. Minute die nächste gute Gelegenheit, aber zum Glück des Gastgebers kam aus einer aussichtsreichen Position nur ein Kullerball raus, den Quiceno Mainka vor keine Probleme stellte. Aus wolkenverhangenen Himmel konnte der Gastgeber in der 38. Minute ausgleichen, nachdem die Gäste vorher den Gastgeber von einer in die andere Verlegenheit gebracht hatte. Can Yilmaz zirkelte das Spielgerät wunderschön aus 17 Metern zum 1:1 Ausgleich in den Torknick. Franco Petruso stellte den Spielverlauf in der 43. Minute völlig auf den Kopf, als er mit seinem 20 Meter Schuß zur schmeichelhaften 2:1 Führung traf. In der vierten Minute der Nachspielzeit, nachdem der unsichere Unparteiische Sebastian Schühl zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, köpfte der Kapitän Cömert eine Freistoßflanke zum 2:2 Ausgleich in die Maschen und deckte wieder die Standardschwächen des Gastgebers in der Defensive auf.
Der Gastgeber kam diesmal besser aus der Kabine und hatte in der 52. Minute eine Möglichkeit durch Dominik Mader nach schöner Vorarbeit von Jannik Froschauer, doch er legte sich den Ball ein Tick zu weit vor, so dass er am herausgeilten Torwart Grahic scheiterte. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Nach einer Stunde Spielzeit bediente Mujcic mit einem herrlichen Gassenball Hasanaj , doch der verfehlte allein vor dem Keeper um wenige Zentimeter das Ziel. Ein Konter in der 76. Minute leitete die nächste gute Torchance ein die Mujcic vergab, Der Gastgeber läutete in der Schlussphase zur Attacke und hatte in der ersten Minute der Nachspielzeit in Person von Franco Petruso die Siegchance als er allein auf den Keeper zusteuerte, doch unter Bedrängung eines Abwehrspielers scheiterte er mit seinem Schuß am Torwart. Diesmal gelang dem SVE nicht der Lucky Punch wie vergangenen Wochenende in Stammheim. Die drei Punkte für den SVE wären des Guten zuviel gewesen gegen eine starke Mannschaft aus Weilimdorf.
So spielten sie:
Quiceno Mainka - Kanarya, Grünenwald, Maglio, Breit - Yilmaz (75. Lissner), Mader - Schmidt 83. Prinz), Petruso, Uluköyli (75. Ujupaj) - Froschauer (72. Orhan)
Schiedsrichter: Sebastian Schühl
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Woldezion (23.), 1:1 Yilmaz (38.), 2:1 Petruso (43.), 2:2 Cömert (45.+4)

 

Foto: Jana Härtel