Sportverein Ebersbach 1910 e. V.

LARS NAFIDer SV Ebersbach rettet durch einen verwandelten Handelfmeter in der Nachspielzeit ein 2:2 gegen N.A.F.I. Stuttgart.
Ein Spiel dauert nicht immer 90 Minuten, sondern auch manchmal auch 97. Dies kam den Landes­liga-Fußballern des SV Ebersbach am Samstag zugute, die in besagter Minute im Heimspiel gegen N.A.F.I. Stuttgart zum 2:2 und so einen wertvollen Punkt auf dem neuen Rasen des Strutstadions retteten.

Schon früh gingen die Gäste aus der Landeshauptstadt in Führung. Ein Freistoß von der rechten Außenlinie flog in der neunten Minute quer durch den Ebersbacher Strafraum, ohne dass ein Spieler an den Ball kam. Das Spielgerät landete schließlich bei Erdinc Bozoglu, der das Leder aus kurzer Distanz nur noch über die Torlinie bugsieren musste.

Die Stuttgarter erwiesen sich in der ersten Hälfte als technisch stärkere Mannschaft. Ebersbach versuchte zwar dagegenzuhalten, doch die Gäste waren nach wie vor das spielbestimmende Team. Nach einer Kombination über die beiden ehemaligen Ebersbacher Louis Hörger und Franco Petruso tauchte Erdem Akcan in der 24. Minute frei vor dem Tor von Keeper Timo Schurr auf, der mit einer Glanzparade das 0:2 verhinderte. Zwölf Minuten später lief der Ebersbacher Jannik Froschauer allein auf N.A.F.I.-Torhüter Hüsrev Kop zu. Allerdings verzog der SVE-Akteur knapp, sodass es zur Pause bei der nicht unverdienten Führung der Gäste blieb.

In der zweiten Hälfte ließen die Kräfte bei den Gästen spürbar nach. In der 67. Minute hatten die Gastgeber gleich mehrere Chancen auf den Ausgleich, die letzte nutzte Nick Strohmaier, der aus kurzer Distanz das 1:1 markierte. In den folgenden Minuten hatte Ebersbach zwei Mal die Chance, in Führung zu gehen, doch diese bleiben ungenutzt. Die größte hatte Froschauer, der allein auf den Gästekeeper zulief und dann allerdings nicht den Ball einfach am Torhüter vorbeischob, sondern ihn zu Niklas Kalafatis spielte. Der Pass war jedoch viel zu ungenau. Kurz vor Schluss sollte es sich rächen, dass die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht in Tore ummünzten, denn N.A.F.I. traf in der 87. Minute zum 1:2. Petruso nahm sich aus 25 Metern ein Herz und der leicht abgefälschte Ball landete im SVE-Gehäuse.

Ebersbach ließ jedoch nicht locker und übte auch in der hektischen Schlussphase sehr viel Druck aus. In der siebten Minute der Nachspielzeit wurde die Mannschaft von Trainer Dinko Radojevic für ihre Bemühungen belohnt: Jozef Kqiraj verwandelte einen Handelfmeter zum 2:2-Endstand. Zuvor hatte der Stuttgarter Enes Korkmaz wegen des Handspiels Rot gesehen.

SV Ebersbach: Schurr – Breit, Ivesic, Kqiraj, Froschauer, Schmidt (65. Djorovic), Kalafatis, Strohmaier, Baumgartner (46. Uluköyli), Roos (67. Prinz), Grünenwald

Foto: Cornelius Nickisch