Sportverein Ebersbach 1910 e. V.

BlausteinGegen Kellerkind Blaustein leistet sich die Elf des mächtig enttäuschten Trainers Dinko Radojevic eine 0:3-Heimpanne.
In den letzten Wochen krankte es bei Fußball-Landesligist SV Ebersbach an der Chancenverwertung. Bei der Heimpartie gegen Kellerkind TSV Blaustein kam es noch schlimmer. Es gab so gut wie nichts, das die Ebersbacher hätten verwerten können. Nach der 0:3 (0:1)-Heimpanne und nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen geht der Blick in der Tabelle erst einmal nach unten.

Trainer Dinko Radojevic fand hinterher deutliche Worte: „Das war eine beschämende Leistung meiner Mannschaft. Man kann immer mal einen schlechten Tag erwischen, dann muss man es eben über Einsatz und Wille versuchen zu kompensieren. Aber die Art und Weise war heute unterirdisch.“

Der SV Ebersbach begann vor 150 Zuschauern mit viel Ballbesitz, spielte sich dabei aber gegen den tiefstehenden Abstiegskandidaten keine Chancen heraus. Nach einer halben Stunde ließ man die Gäste bei einem Angriff über deren linke Seite gewähren, die harmlose Flanke von Marius Veith wollte im Fünfmeterraum auch kein Ebersbacher klären, am langen Pfosten nickte Maximilian Bihler zum 0:1 ein. „Die Gegner müssen derzeit nicht viel machen, um gegen uns Tore zu schießen“, klagte Radojevic. So auch beim 0:2, als Patrick Erhardt eine Ecke unbedrängt in den Winkel köpfen konnte (53.). Zwei Minuten später wäre es fast doch noch spannend geworden, doch die Latte verhinderte bei einer Freistoßflanke von Jozef Kqiraj den Ebersbacher Anschlusstreffer. In der 77. Minute zirkelte Kqiraj einen ruhenden Ball über die Mauer, aber auch genau auf Torhüter Dennis Kirsch.

Ansonsten drohte dem TSV Blaustein kaum Gefahr. Alle Umstellungen von Trainer Radojevic, der kurz vor der Halbzeit auch noch Stürmer Jannik Froschauer angeschlagen ersetzen musste, blieben wirkungslos. „Heute hat nach vorne überhaupt nichts geklappt“, erklärte der 40-Jährige, „wir haben viel zu viele Fehler in der Raumaufteilung und im Spielaufbau gemacht.“ Oliver Schlotter machte in der 88. Minute bei einem Konter endgültig den Deckel auf die Partie.

Der TSV Blaustein feierte damit im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Sandi Franjic den ersten Sieg. In dieser Verfassung wird es der SV Ebersbach im anstehenden Landesliga-Derby beim wiedererstarkten TSV Bad Boll schwer haben. „Aber wir werden die Dinge klar ansprechen und uns wieder neu aufstellen“, versprach Dinko Radojevic unmissverständlich.

SV Ebersbach: Schurr – Kqiraj, Ivezic, Strohmaier, Breit (75. Waggershauser), Grünenwald, Uluköyli (59. Roos), Celiktas (80. Sarikurt), Baumgartner, Kalafatis, Froschauer (45. Djorovic)

 

Foto: Cornelius Nickisch